Fotografenmeister Jesper Hilbig – Meisterhaft Knipsen will gelernt sein

am 5. Juli 2021

Fotografenmeister Jesper Hilbig – Ein Koch richtet geschnittenen Fisch auf Tellern an

Dass unser Fotograf Jesper Hilbig nicht nur jede Menge technisches Know-how, sondern auch ein hervorragendes Auge fürs Detail besitzt, wussten wir von Riegg ja schon immer. Seit seiner Meisterprüfung haben wir es aber auch Schwarz auf Weiß: Jesper ist (der) Fotografenmeister. Eine sehr coole Sache, wie wir finden – und der perfekte Anlass, Außenstehenden einen Eindruck davon zu vermitteln, was man im Bereich der professionellen Fotografie alles auf dem wortwörtlichen sowie metaphorischen Kasten haben muss, um den Meistertitel tragen zu dürfen.

Inhaltsverzeichnis

Zeug zum Fotografenmeister: Das verlangt die Meisterprüfung

Fotografen gibt es viele, aber nicht jeder darf sich Fotografenmeister nennen. Der Titel ist eine echte Auszeichnung und dass man ihn sich hart erarbeiten muss, wird spätestens dann klar, wenn man sich einmal die Anforderungen des Prüfungsausschusses an die Meisterarbeit anschaut. Die Arbeit vereint alle Teilbereiche der Fotografie:

Jedes dieser Gebiete erfordert ein umfangreiches Skillset. Für eine stimmige Meisterarbeit müssen jedoch auch alle Bilder thematisch miteinander verknüpft sein; zu einem Rundumpaket an Können, Ideenreichtum und Kreativität sozusagen, das am Ende so weit ausgearbeitet sein soll, dass man es als fertiges Werbeprintmittel zur Produktion freigeben könnte.

Ikejime – Taffes Thema ästhetisch in Szene gesetzt

Wir haben es bereits in der Einleitung verraten: Jesper hat seine Meisterprüfung mit Bravour bestanden. Wie unser Fotografenmeister die Aufgabe in Angriff genommen hat, möchten wir in diesem Zusammenhang natürlich niemandem vorenthalten.

Inspiriert durch einen Gourmet-Workshop des KErn (Kompetenzzentrum für Ernährung), erklärte Jesper das Thema Ikejime zu seinem Sujet. Dabei handelt es sich um eine traditionelle, japanische Schlachtmethode, bei der ausschließlich heimische Fisch einzeln und mit viel Präzision getötet werden. Die Methode versinnbildlicht das Bewusstsein dafür, ein Lebewesen zu verzehren – in höchster Qualität und nur im nötigen Maße. Klingt faszinierend? Findet Jesper auch.
Für seine Meisterarbeit wollte er das Verfahren deshalb dokumentieren, im Restaurant, von der Schlachtung bis auf den Teller. Die Köche des „Sosein“ in Heroldsberg bei Nürnberg arbeiteten nach der Ikejime Methode und Jesper durfte Küchenchef Felix Schneider bei seiner Arbeit einen Tag lang über die Schulter knipsen. Eine Auswahl der entstandenen Bilder gibt es hier. Achtung, es wird fischig!

Architekturfotografie

Fotografenmeister Jesper Hilbig – Sosein Innenaufnahme

Professionelle Architekturfotografie ist nicht nur für die Baubranche unerlässlich. Auch für die Hotellerie und Gastronomie hängt viel vom ersten Eindruck ab. Schließlich lassen sich Gäste durch eine ansprechende Karte ebenso locken wie durch ein gemütliches Interieur. In Sachen Architektonik kann sich das Sosein mit seinem raffinierten Deckengewölbe und den rustikalen Sandsteinwänden wirklich sehen lassen. Und Jesper hat die gemütliche und zugleich aparte Atmosphäre perfekt geangelt.

People-Fotografie

Fotografenmeister Jesper Hilbig – Zwei Köche des Sosein beim Schlachten eines Fisches

Emotionen, Situationen und Eindrücke, Momentaufnahmen im wahrsten Sinne des Wortes – die People-Fotografie ist ein komplexer Bereich der professionellen Fotografie, der absolutes Feingefühl und hervorragendes Timing erfordert. Nur mithilfe dieser Zutaten entstehen authentische Bilder, wie etwa das der beiden Köche des Sosein, die in höchster Konzentration einen Fisch erlegen. Ruhe und Bewusstsein für das Töten des Tieres zeichnen die Ikejime-Technik aus, deren Wesen hier perfekt abgebildet wurde.

Food-Fotografie

Fotografenmeister Jesper Hilbig – Forelle Blau

Was wären Kochbücher ohne Bilder? Auch Magazine, Websites und Printwerbung aus dem Food-Bereich wirken erst mit appetitanregenden Fotos so richtig rund. ‚Gesamtkomposition‘ lautet das Stichwort in der Lebensmittel- beziehungsweise Food-Fotografie. Denn viele Gerichte sind nicht von Natur aus fotogen und bis die abgebildeten Speisen dem Betrachter das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen, muss erst einmal gekonnt rangiert werden. Liegt alles richtig? Harmoniert der Hintergrund mit dem Farbton des Gerichts? Und wie sieht es mit dem Geschirr aus? Stimmt die Perspektive? Im Fall der oben abgebildeten Forelle Blau lautet die Antwort klar: Ja, ja, ja und ja.

Aufnahme mit wissenschaftlichem Charakter

Fotografenmeister Jesper Hilbig – Nahaufnahme des Ikejime-Schlachtverfahrens

Bilder mit wissenschaftlichem Charakter müssen vor allem einem Anspruch gerecht werden: dem der Präzision. Schließlich soll anhand des Fotos unmissverständlich veranschaulicht werden, worum es geht, wie hier beispielsweise um den für die traditionelle Schlachtmethode typischen Stich ins Hirn des Fisches. Gute Makroaufnahmen erfordern jede Menge technisches Know-how. Wenn das Motiv auch noch so blutig ist wie in diesem Fall, gehört aber auch eine ordentliche Prise künstlerisches Feingefühl dazu, um das Ganze ansprechend in Szene zu setzen. Chapeau, Jesper.

Jesper Hilbig – Mit Fisch gefeatured in der BEEF!

„Genauso perfektionistisch wie der Fotograf selbst
sind auch seine Themen. Bei Ikejime, der Kunst des Fischschlachtens,
hatte der Bayreuther noch ein anderes Anliegen:
„Ich wollte zeigen, dass das Töten zum Essen gehört –
und dass Qualität nicht einfach im Supermarkt wächst.“
BEEF! 05/2020, S. 134

In einer Zeitschrift veröffentlicht werden – das muss man auch erst einmal schaffen. Ausgabe 05/2020 des wohl bekanntesten Fleisch-fokussierten Magazins im Food-Bereich Deutschlands hat dem Thema Ikejime gleich fünf Doppelseiten eingeräumt und eben dort lassen sich Jespers eindrucksvolle Fotografien bestaunen. Mitsamt einem Fotografenporträt neben dem Impressum natürlich, das uns ebenso stolz macht wie der Fotografenmeister selbst.

Fotografenmeister Jesper Hilbig – Feature in der Zeitschrift BEEF – Ikejime
Fotografenmeister Jesper Hilbig – Feature in der Zeitschrift BEEF!

Sie suchen richtig gute Fotografen?

Jesper Hilbig und Franziska Spindler, unsere zwei Koryphäen hinter der Linse, statten Sie bildtechnisch aus – ob für Social Media, Ihre Website oder die nächste, große Werbekampagne. Kontaktieren Sie uns und vereinbaren Sie ein Shooting!

Autorin Sarah Decker

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