Passage Indexing: Google verkündet ‚Update‘ mit Rollout gegen Ende des Jahres

von Franziska Jäger am 12. November 2020

Veränderungen Google-Suche durch Passage Indexing
Veränderungen in der Google-Suche durch Passage Indexing

„Very specific searches can be the hardest to get right, since sometimes the single sentence that answers your question might be buried deep in a web page. We’ve recently made a breakthrough in ranking and are now able to not just index web pages, but individual passages from the pages.“

Google-Statement zum Passage Indexing

Google verkündete vergangene Woche also Algorithmus-Veränderungen, die vor allem die Suche beeinflussen. Nach eigener Aussage betrifft dies 7 % aller Suchanfragen. Klingt wenig, ist es aber nicht. Andere Updates und technische Weiterentwicklungen betrafen vergleichsweise weitaus weniger User und Websitebetreiber als das Passage Indexing.

Was ist neu in der Google Suche durch Passage Indexing?
Was ist neu in der Google-Suche durch Passage Indexing?

Was ist das angekündigte Google Passage Indexing?

Der Grundgedanke des Passage Indexings sei, laut Google selbst, die Implementierung neuer Techniken, mit deren Hilfe einzelne Passagen/Abschnitte auf Websites besser verstanden und für spezifische Nutzeranfragen ranken können.

Wen betrifft die Veränderung in der Google Suche?

Das Passage Indexing kann für User noch genauere und treffsicherere Ergebnisse liefern. Gleichzeitig stellt die Veränderung für schlecht gepflegte Websites Fluch und Segen zugleich dar. Wer bislang keine saubere Strukturierung für seinen Web-Auftritt vorweist, kann durch die Veränderungen an Sichtbarkeit verlieren. Nicht weil die eigene Website schlechter rankt, sondern weil gut gegliederte und optimierte Websites mit den einzelnen Abschnitten an Sichtbarkeit und Ranking gewinnen und so schlecht strukturierte Seiten von den Top-Platzierungen verdrängen.

Was tun, um die Risiken des Rankingverlustes durch Passage Indexing zu minimieren?

Wer seit längerem die Empfehlungen großer SEO-Blogs wie Search Engine Land o. ä. verfolgt und umsetzt, hatte bereits ein gutes Gespür für die Dinge, die sich da anbahnen.

Es ist davon auszugehen, dass die Website-Betreiber, die die empfohlenen SEO-Strategien hinsichtlich

  • der Bildung von Keyword-Clouds,
  • der Nutzung von Longtailkeywords,
  • einer sauberen Formatierung mit Absätzen und Zwischenüberschriften,
  • der Aufteilung der Keywords auf eigene Absätze innerhalb des Content-Bereichs einer Website,
  • der Beantwortung von W-Fragen im Text,
  • aber auch der Nutzung von Sprung-Ankernavigationen

berücksichtigt und in die Tat umgesetzt haben, tendenziell als Gewinner aus dem Passage Indexing herausgehen.

Wie kann die Zukunft durch Passage Indexing aussehen?

Es ist aktuell davon auszugehen, dass holistische Seiten, die ein Thema oder Themengebiet innerhalb einer URL vollumfänglich, aber gut strukturiert abbilden, nun wieder an Relevanz gewinnen. Durch das neue Passage Indexing können dann also auch relevante Rankings zu den darin enthaltenen Longtail-Suchanfragen erzielt werden, die im Idealfall zu mehr Traffic und Conversions führen. Ein weiterer wichtiger Aspekt sind die Featured Snippets, die in Deutschland bisher Desktop zu knapp 8 % und mobile zu knapp 6 % der Suchanfragen ausgespielt werden. Es ist zu vermuten, dass Google beabsichtigt, bestimmte URLs und Content-Bereiche dieser URLs noch häufiger zu highlighten.

Veränderungen in der Google Suche durch Passage Indexing
Passage Indexing betrifft vor allem die Google-Suche.

Wann wird der neue Ranking-Faktor eingeführt?

Google verkündete das Passage Indexing mit globalem Rollout bis Ende 2020.

Fazit: Passage Indexing und Featured Snippets – Fluch oder Segen?

Die Entwicklungen von Google von der Suchmaschine hin zu einer Antwortmaschine ist für den User ein absoluter Gewinn. Bei Website-Betreibern führen sie eher zu Skepsis und ständiger Not, besser zu ranken, um in den Featured Snippets gehighlightet zu werden. Die von künstlicher Intelligenz gestützte Indexierung von einzelnen Website-Passagen und Content-Elementen auf URLs ist ein weiterer Schritt für Google in oben genannter Entwicklung. Dies führt dazu, dass relevante Text-Abschnitte mit Longtail-Keywords so speziell ausgespielt werden können, dass User bedeutend schneller eine Antwort auf die gestellte Suchanfrage bekommen und somit länger auf Google direkt verweilen ohne auf ein Website-Ergebnis zu klicken.

Jetzt den angekündigten Veränderungen trotzen und Content überarbeiten?

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