Unfassbarer Fund: Analogkalender in Digitalagentur.

Nein, das ist kein digitales Whiteboard. Das ist nicht mal ein interaktives Irgendwas. Es ist einfach ein gerahmter Jahreskalender. Im Büro einer Kollegin. Wir sind entsetzt. Im Herzen der digitalen Transformation, im Zentrum der virtuellen Visualisierung SO ETWAS!!! Was hat die Kollegin zu ihrer Verteidigung vorzubringen? „Äh, ich hab gern das Jahr im Überblick. Lesbar. So, dass man beim Telefonieren zum Beispiel gleich einen Blick auf mögliche Termine werfen kann.“ Ein ungeheuerlicher, ein reaktionärer Ansatz, der jedes iPhone-Kalendarium auf die Barrikaden zwingt. Diese schockierende Entdeckung macht unser Recherche-Team stutzig. Investigativ ermitteln wir weiter. Und finden weitere, unfassbar analoge Kalender.

„Ich hab den Kalender nicht zum Planen. Ich finden den einfach nur schön.“

Im Obergeschoss weitere Fundstücke: An einem Schreibtisch tatsächlich gleich zwei Exemplare. Und dann dieser bunte Versuch einer Analog-Matrix in einer der Teamlounges:

Die Mitarbeiter hüllen sich zur Herkunft der Kalender in Schweigen. Offenbar ist es nicht mehr so leicht, analoge Exemplare zu erwerben. Die Quellen werden auf einer Art Schwarzmarkt gehandelt. Von dort scheint auch dieses saisonale Objekt zu stammen:

Aus gut informierten Kreisen hören wir, dass analoge Planungsinstrumente vor einer ähnlichen Renaissance stehen wie die Birkenstock-Latschen und dass die first mover selbstverständlich direkt aus der Kreativszene stammen. Auf die Moleskines, fertig, los. Oben ist das neue unten.