Ganz ohne rechte Tendenzen: Ein Buch über das visuelle Erscheinungsbild der Nationalsozialisten
Der Verlag Hermann Schmidt aus Mainz ist unter Kennern bekannt für erstklassige Bücher im Design- und Typobereich. Im Jahr 2008 verlegte man dort das Buch „NS CI – Das visuelle Erscheinungsbild der Nationalsozialisten 1920-1945“, das sich mit Bildsprache, Gestaltung und Typographie in der NS-Zeit beschäftigt.
Keine Angst, der Autor Andreas Kopp umschifft die Klippen der Verherrlichung. Er betrachtet vielmehr kritisch, welchen Anteil das Design am Großwerden der Nationalsozialisten hatte. Eine Antwort auf die Frage „Wie konnte das passieren?“ liefert das Buch freilich nicht, beleuchtet aber einen Aspekt, der meines Wissens bisher wenig im Fokus der Geschichtsforschung stand. Ich fand das Werk sehr spannend und kann es nur empfehlen: Allerdings ist „NS CI“ nur noch sehr schwer erhältlich, wenn überhaupt, dann gebraucht. // ES