Schlagwort-Archive: Typographie

Kreuz und Quer im April

Vollkommen unschuldig weiß präsentiert sich der Monat April unseres DENKalenders (für den wir sogar 3x hintereinander Bronze beim Kalenderwettbewerb gewonnen haben) ab. Doch dem genauen Betrachter wird sofort auffallen, dass unser Kalenderblatt viel Information bereit hält – beflockt mit weißen, flauschigen Buchstaben ist der April ein richtiger Monat zum anfassen.

Flauschig weich präsentiert er sich, der Monat April unseres DENKalenders

Flauschig weich präsentiert er sich, der Monat April unseres DENKalenders

Der flauschige Buchstabensalat erinnert ein wenig an ein Wort-Such-Spiel, das man meist auf der Rätselseite der Zeitungen findet. Und ähnlich wie das bekannte Spiel ist auch die Lösung unseres DENKalenders: Das Datum ist im Buchstabensalat versteckt – horizontal oder vertikal.

Ein Beispiel: Man such sich einfach eine Reihe aus, in unserem Fall die siebte vertikale von links, und fahre sie mit dem Finger (am besten von unten nach oben) entlang. Zuerst ergeben die Buchstaben keinen rechten Sinn … doch Moment, hier steht doch WOCH! Liest man langsam weiter steht dort MITTWOCH! Davor steht die Zahl VIER! VIERMITTWOCH! Es ist also Mittwoch, der 4. April!

Ein Tipp: Am Besten sucht man nach “TAG”, den findet man am leichtesten ;) und dass es nicht allzu schwer wird, haben wir die Daten nur von oben nach unten und von links nach rechts versteckt. So ergibt sich Freitag, der 13te oder Donnerstag der 26ste.

Der April versteckt so einiges

Der April versteckt so einiges

Auf diese Weise lassen sich auch alle weiteren Daten finden, kreuz und quer! Der April, ein echter Monat für Querdenker!

Hinterlasse einen Kommentar

Futter für alle Typofanatiker da draußen: Kerning – was ist das?

“Unterschneidung (im Englischen und in vielen Anwendungen Kerning) ist ein Fachbegriff aus der Typografie und bezeichnet dort den Vorgang, den horizontalen Abstand (den Weißraum) zwischen mehreren Buchstaben (Standarddichte) mit dem Ziel des ästhetischen Gewinns durch optischen Ausgleich so zu verringern, dass er gleichmäßig erscheint.”

Das sagt zumindest Wikipedia zu diesem Thema.

“Schön und gut, aber was bringt das?”

Na, zum Beispiel eine richtig hübsche, harmonische Optik im Schriftbild. Was passiert, wenn man keine Ahnung von Kerning hat, zeigen u.a. Headlines. Da wird schnell mal eine “AN GELIKA” aus der “ANGELIKA” gemacht. Ok, im Fließtext mag ein unkritischer Leser eventuell noch drüber wegsehen oder -lesen. Aber für Perfektionisten ist das Ausgleichen der Buchstabenzwischenräume eigentlich Pflicht!

Hier im Selbstversuch sieht man recht schön, wie Kerning wirkt: Oben das Logo von “Riegg & Partner” komplett ohne jegliches Kernig, unten ist es richtig und harmonisch ausgeglichen. Variante oben wirkt “zerstückelt” und “unharmonisch”, Variante unten einheitlich und vollkommener.

Beim direkten Vergleich sieht man deutlich wie wichtig gutes Kerning ist!

Beim direkten Vergleich sieht man deutlich wie wichtig gutes Kerning ist!

“Ok, jetzt weiß ich, was Kerning bedeutet, dass es sehr wichtig ist und auch theoretisch wie es geht, aber wie lerne ich so etwas?”

Dazu gibt es ein schönes Fundstück der Woche: Das Kerning-Training! Und ein guter Ansporn besser zu werden, sind die vereinzelten Rufe in der Agentur: “Juhu, wieder 3 Punkte besser als beim letzten Mal!!”

Wir hoffen es gibt bald mehr “Level”, Wörter und Schriftarten, durch die man sich durchkämpfen kann! Großes Lob an die Entwickler!

Hinterlasse einen Kommentar

Ein Kalenderblatt für Poeten, Romantiker, Sternenkucker, Wiesenblumenpflücker …

Der Monat August des DENKalenders erfreut uns mit einer kleinen Erzählung im Tagebuchstil. Hinter jedem Tag steht eine originelle Kurzgeschichte, die in einem sehr bildhaften Stakkato-Stil formuliert ist und gaaaaanz viele (Sommer-)Bilder in uns weckt.

Kleine Erzählungen im Tagebuchstil wecken wunderschöne Sommerbilder

Kleine Erzählungen im Tagebuchstil wecken wunderschöne Sommerbilder

Ach so: Natürlich kann man mit etwas Geduld auch das Kalendarium erkennen: Indem man die bunt eingefärbten Buchstaben hintereinander weg liest.

Um die zugehörige Ziffer zum Wochentag zu bekommen, muss man die eingefärbten Buchstaben hintereinander weg lesen

Um die zugehörige Ziffer zum Wochentag zu bekommen, muss man die eingefärbten Buchstaben hintereinander weg lesen

Und noch eine kleine Extra-Info für Typo-Begeisterte: Das komplette Kalender-Blatt wurde in der Schriftart “Walbaum” gesetzt. Entworfen wurde diese bedeutende “Klassizistische Antiqua” um 1800 von Justus Erich Walbaum, einem deutschen Typografen, Schriftgießer und Stempelschneider. Sie ist ausgesprochen gut lesbar, breitlaufend, klassisch, offen, elegant, herrschaftlich, großzügig und seriös.

Hinterlasse einen Kommentar

„Adest ferax Maius, germinant ramuli …“

… diese Zeile findet man in unserem Monatsblatt Mai.

Allen, die kein Latein hatten oder erfolgreich alles Erlernte vergessen haben, helfen wir gerne auf die Sprünge: „Der Mai ist gekommen, die Bäume schlagen aus …“ soll unser dieser Satz auf dem Mai-DENKalender-Blatt von Riegg & Partner sagen.

Und wer sich nun wundert, warum dieser Spruch ausgerechnet vertikal auf dem Blatt steht, wird bei genauerer Betrachtung erkennen, dass sich durch diese Vertikale und durch die restlich horizontal angeordneten Worte die Silhouette eines Baumes abzeichnet, passend zum einleitenden lateinischen Satz.

DENKalender 2011 - Mai

DENKalender 2011 - Mai

Aber die größte und gleichzeitig auch individuelle Besonderheit sind wohl die 31 verschiedenen Sprachen und Handschriften! Richtig gelesen, 31! Die Herausforderung bei diesem Monat liegt darin, Datum und Wochentag richtig zu zuordnen, d.h. man muss anhand der Handschrift herausfinden, wer hier zu wem passt. Und wie man gut sehen kann, sind unsere 31 Sprachen in der Tat mehr als einzigartig!

Detailaufnahme der Handschriften

Detailaufnahme der Handschriften

Und wer nicht auf alle Lösungen kommt, kann ja mal zu seinem Libanesen, Chinesen oder Thailänder an der Ecke gehen und sich bei einem leckeren Abendessen zumindest einen der Wochentage und das dazugehörige Datum erklären lassen!

Hinterlasse einen Kommentar

What the F#§%? What the FONT!

Wer die Welt der Fonts interessiert betrachtet, weiß, dass sich deren „Bevölkerung“ stetig vergrößert und weiter entwickelt. Ganz normal eigentlich, denn jede Zeit spült ihre ganz typische Kreation an den Strand. Allerdings bringt diese Vielfalt manchmal auch versierte Typokenner ins Schwitzen. „Wie heißt diese Schrift jetzt gleich noch Mal? Warte. Moment, ich hab’s gleich! Verflixt. Gibt’s da nix im Internet? Eine Datenbank oder sowas?“ Es gibt.

MyFonts – The world’s largest collection of fonts

Diese Homepage ist die rettende Insel auf einem riesengroßen Font-Ozean. Hier findet der Schiffbrüchige passende Schriften für jede Art von Flaschenpost … Und was noch viel wichtiger ist: Er kann unbekannte Schriften indentifizieren lassen!

WhatTheFont! heißt der Schriftendetektiv von MyFonts: Einfach ein Bild der gesuchten Schrift oder die URL der Homepage hochladen. Die Suchmaschine findet in ihrer Datenbank die treffendsten Schriftschnitte – und landet vielleicht sogar den 100 % passenden Treffer. // JG

Übrigens: Auch wenn die Idee Klasse ist – Riegg & Partner benutzt diese Datenbank eher selten, was nicht nur daran liegt, dass unsere Kreativen sich auf dem Font-Globus auch ohne Kompass hervorragend auskennen. Es liegt vor allem auch daran, dass wir selbst schon den ein oder anderen Grundstein für einen neuen Font-Kontinent gelegt haben, auf dem sich unsere zufriedenen Kunden z. B. aus der Versand-, Food- und Hausbaubranche mit eigenen Schriftentwürfen tummeln.

Interesse? Dann nehmen Sie doch gleich Kontakt mit uns auf!

Bildquelle

Hinterlasse einen Kommentar

NS CI

Ganz ohne rechte Tendenzen: Ein Buch über das visuelle Erscheinungsbild der Nationalsozialisten

Der Verlag Hermann Schmidt aus Mainz ist unter Kennern bekannt für erstklassige Bücher im Design- und Typobereich. Im Jahr 2008 verlegte man dort das Buch „NS CI – Das visuelle Erscheinungsbild der Nationalsozialisten 1920-1945“, das sich mit Bildsprache, Gestaltung und Typographie in der NS-Zeit beschäftigt.

Keine Angst, der Autor Andreas Kopp umschifft die Klippen der Verherrlichung. Er betrachtet vielmehr kritisch, welchen Anteil das Design am Großwerden der Nationalsozialisten hatte. Eine Antwort auf die Frage „Wie konnte das passieren?“ liefert das Buch freilich nicht, beleuchtet aber einen Aspekt, der meines Wissens bisher wenig im Fokus der Geschichtsforschung stand. Ich fand das Werk sehr spannend und kann es nur empfehlen: Allerdings ist „NS CI“ nur noch sehr schwer erhältlich, wenn überhaupt, dann gebraucht. // ES

Hinterlasse einen Kommentar