Ein Franke malt Grenzerfahrungen
Klick. Bild geschossen. Weiter geht’s. Zur nächsten Sehenswürdigkeit. Klick. Klick. Klick. Fotos auf der Karte gespeichert. Weiter. Weiter. Weiter. Tja, und dann? Liegt alles auf der Festplatte rum. In den Tiefen der Terrabytes. Unangeklickt. Typisch oder?! Ungewöhnlich ist dagegen die Arbeit von Gerhard Rießbeck aus Bad Windsheim.
Er malt nämlich Bilder, die Schnappschüsse sein könnten. Es aber nicht sind. Sondern Momentaufnahmen, die der Maler Monate nach dem Erleben aus Reiseskizzen und seinen Erinnerungen auf die Leinwand bringt. Gerhard Rießbeck beschäftigt sich mit Grenzerfahrungen, die er auf seinen Reisen sammelt, z. B. wenn er Forscherteams auf ihren Expeditionen in die entlegenen Polregionen begleitet. Dann malt er z. B. Polarlandschaften, die kühl wirken, zivilisationslos und extrem. Mittendrin der Mensch: Fremd und schutzlos in der unberührten Schönheit, ewigen Stille und unbarmherzigen Kälte der Eislandschaften. Faszinierend abgründig. Und absolut empfehlenswert. // AE
Ein Überblick über das weitere Werk des Künstlers ist zu finden unter www.gerhardriessbeck.de
