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Die Polnische Schule der Plakatkunst

An der Polnischen Schule der Plakatkunst kann man sich nicht einschreiben … Diese „Schule“ ist nämlich kein grafisches Lehrinstitut, wie man vielleicht denken möchte … Sie ist vielmehr eine Richtung der Plakatkunst, die in Polen ihren Ursprung hatte – und die nach unserer Meinung nach nicht die Aufmerksamkeit in der Grafik- und Designwelt (mehr) bekommt, die sie verdient.

Warum wir das denken? Nun, weil wir einen waschechten polnischen Grafiker in unserer Kreation sitzen haben: Wieslaw (der zweite von rechts oben im Corporate Blog!) ist eigentlich ein Künstler der alten Schule, einer, der weiß, wie man wunderschöne Illustrationen und waschechte Konzeptionen von Hand aufs Papier bringt. Und deswegen fühlen wir uns verpflichtet, seine „Kollegen“ aus der polnischen Grafik- und Kunstszene ein wenig aufs Blog-Podest zu heben. Quasi Völkerverständigung unter Kreativen … Los geht’s:

In den Fünfziger- und Sechzigerjahren des letzten Jahrhunderts etablierte sich in Polen eine Gruppe gelernter Grafiker und talentierter Quereinsteiger, die einen ganz eigenen Plakatstil entwickelte und in den darauf folgenden Jahrzehnten ein stilprägendes Niveau erlangte. Vertreter dieser Gruppe waren beispielsweise Henryk Tomaszewski, Tadeusz Trepkowski oder Jan Lenica, die mit ihren Arbeiten bei Internationalen Wettbewerben viel Aufmerksamkeit auf sich zogen: Nicht zuletzt durch die teilweise Ironisierung des damals in der Sowjetunion verordneten Sozialistischen Realismus.

Im Jahr 1968 wurde in Wilanów das Poster Museum eröffnet – und nicht nur ein Treffpunkt für die Meister der Polnischen Plakatkunst geschaffen, sondern ein Ort, an dem qualitativ hochwertige Plakate aus Polen und aller Welt ein Forum fanden und finden.

Seit 1994 wird vom Poster Museum Wilanów ein internationaler Wettbewerb ausgeschrieben: Die Internationale Biennale des Plakates steht dabei unter der Schirmherrschaft des renommierten International Council of Graphic Design Associations (Icograda): Im vergangenen Jahr fand die 22. Ausgabe dieser Veranstaltung in Warschau statt.

Wer wissen will, wie die Polnische Plakatkunst aussieht, sollte sich auf der Homepage der Berliner Poster Gallerie Pigasus umsehen: Dort kann man Arbeiten von Henryk Tomaszewski und weiterer polnischer Plakatkünstler sehen. // SG

Bildquelle: http://www.pigasus-gallery.de/

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Faszination „Vielfalt“

Der Times Square in New York

Schon mal mit dem Auto an einer Litfaßsäule vorbeigefahren? Ist dabei irgendwas hängen geblieben? Nein?!  Okay, vielleicht gibt’s heutzutage auch gar nicht mehr so viele von diesen beklebten Werbezylindern. Fakt ist aber: Die Infos darauf sind stets relativ klein und werden fast überhaupt nicht erkannt, geschweige denn lösen Sie einen Kaufimpuls aus … Es sei denn, das Plakat ist ausgefallen, farbig und größer als alle anderen!

Genau nach diesem Motto arbeiten alle Werber auf dem Times Square in New York : „Größer, höher, bunter, bewegter“ ist hier der Standard! Was die Sache allerdings auch nicht gerade einfacher macht: Denn wenn’s alle so machen, wird wiederum das Auffallen zur Kunst. Die daraus entstehende kreative Reizüberflutung ist absolut faszinierend: Hier muss die Werbebotschaft sofort ins Auge fallen und binnen einer Sekunde funktionieren. Eine zweite Chance erhält sie vom Betrachter meistens nicht.

Also wird das Logo eines großen amerikanischen Burgerbraters überdimensional „aufgeblasen“ (siehe zweites Bild von oben!) – und drängt sich sofort ins Blickfeld. Manchmal ist mehr einfach erfolgreicher. (Noch besser wird’s hier ersichtlich!) // HS

PS: Die vier Bilder sind eigentlich eine Panoramaaufnahme, die ich im letzten Jahr selbst fotografiert habe: Einfach auf eines der Bilder oder hier klicken!

PPS: Ein Beispiel dafür, dass in der Werbung auch etwas Minimalistisches überaus begeisternd sein kann, zeige ich bald in diesem Blog!

Zum zweiten Teil: Faszination „Einfachheit“

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